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Charlotte Betzemeier (1930-2016), Landfrau und Künstlerin in Lippe.

Ausstellung in der Städtischen Galerie Schwalenberg  1.7.2018-26.8.2018

Charlotte Betzemeier wurde 1930 als Tochter eines Müllers geboren und wuchs in Blomberg-Großenmarpe auf. Nach der Schulzeit absolvierte sie eine hauswirtschaftliche Lehre, gründete sodann eine Familie und zog sieben Kinder auf einem eigenen Hof in Betzen groß. Soweit kein unüblicher Lebensweg einer Frau vom Land im 20. Jahrhundert. Doch Charlotte Betzemeier hatte eine Leidenschaft: die Kunst.

Erste Schritte in der bildenden Kunst unternahm Charlotte Betzemeier zwar schon 1957 mit dem Zeichnen als Schülerin von Richard Sprick, doch begann sie erst 1975 mit dem eigentlichen Malen. Sie bildete sich überwiegend autodidaktisch,  zunächst in naiver, erzählender Manier, später zunehmend abstrakt, zeitlebens entwickelte sie sich künstlerisch weiter.

Charlotte Betzemeier hatte einen engen Bezug zu Schwalenberg, dort hatte sie schon 1977 ihre erste Ausstellung im historischen Rathaus, weitere Ausstellungen in den 1980er Jahren folgten, sowohl in  Lippe, als auch in Worpswede und in Spanien. 1988 gewann Charlotte Betzemeier den City-Preis der Stadt Herford. Mit 60 Jahren holte sie am Abendgymnasium das Abitur nach und belegte an der Uni Bielefeld (bei „Studieren ab 50“) Seminare in Freier Malerei, Komposition und Farbe und leitete dort zudem die Schreibwerkstatt. Sie starb am 15. April 2016 in Detmold.

Ihre Kunst teilt sich in zwei Bereiche: die weitgehend fröhlichen, positiven, romantisierenden  Arbeiten im Stil der naiven Malerei, die das ländliche Umfeld Lippes zeigen und zu denen sie während ihrer gesamten künstlerischen Laufbahn immer wieder zurück kehrte, und die künstlerischen Experimente in ihren Arbeiten auf Papier, in denen sie sowohl persönliche Krisen als auch Aufbruchsstimmungen verarbeitete, als auch andere künstlerische Stile experimentierend aufnahm. 

Die Ausstellung zeigt – größtenteils aus ihrem künstlerischen Nachlass, der sich in Familienbesitz befindet - einen Querschnitt aller Werkphasen, beginnend mit den 1970er Jahren und den Gemälden  im Stil der naiven Malerei über Landschaften und Aquarelle, bis hin zu den zunehmend abstrakten Arbeiten der 1990er Jahre.  Einige der Aquarelle wirken beinahe kalligraphisch. Bis zu ihrem Tod im Jahr 2016 war Charlotte Betzemeier künstlerisch tätig: experimentierend, auf der Suche, aber dennoch kehrte sie immer wieder zu ihren künstlerischen Wurzeln im naiven Malstil zurück.

 

Eröffnung der Ausstellung am Sonntag, 01. Juli 2018 um 16 Uhr. Laufzeit bis zum 26. August 2018

 

15.-19. August 2018:  Eintritt frei im Rahmen des Deutschen Wandertages.

Öffentliche Sonntagsführungen: 15-16 Uhr am: 15. Juli , 29. Juli, 5. August, 19. August  2018.

Abb.1:  Charlotte Betzemeier, Selbstporträt, Öl auf Pappe, 1975, Privatbesitz

Abb. 2: Charlotte Betzemeier, Ohne Titel (Frauen beim Apfelschälen), Öl auf Leinwand, 1979, Sammlung Kulturagentur des Landesverbandes Lippe

 

Städtische Galerie

Marktstr. 5

32816 Schieder-Schwalenberg

Tel:05284-94373790 

 

Öffnungszeiten: Di. bis Sa. 14.00 –17.30 Uhr, So. 10.00- 12.00 und 14.00-17.30 Uhr

Eintrittspreise:

Erwachsene: € 2,50, erm.: € 2,00

Kinder bis 12 Jahre frei

Zuschlag für Führungen: € 1,00

 

Verantwortlich für Organisation und Durchführung

Landesverband Lippe

Lippische Kulturagentur

Dr. Mayarí Granados

Bismarckstr. 8

32756 Detmold

m.granados@landesverband-lippe.de

www.landesverband-lippe.de

 

in Kooperation mit der Stadt Schieder-Schwalenberg