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Schloss & Schlosspark

... einfach fürstlich!

Verborgen hinter hohen Bäumen liegt ein besonderes Kleinod barocker Architektur und Landschaftsgestaltung in Lippe: Schloss Schieder und sein Schlossgarten, die ehemalige Sommerresidenz der lippischen Fürsten, wartet darauf, entdeckt zu werden. Baumgruppen und offene Räume mit Ausblicken in die Umgebung prägen das Bild der Parkanlage - typisch für einen Landschaftsgarten im englischen Stil. Südlich des Schlosses blieben Terrassen und Kaskaden als wesentliche Elemente des alten Barockgartens erhalten.

Besonderer Tipp: Bei Einbruch der Dunkelheit wird das Schloss  bis Mitternacht, an Feiertagen und Wochenenden bis 1.00 Uhr illuminiert

Geschichte

Die Meierei (Domäne) Schieder war ein großer Gutsbetrieb, der 1533 von den Grafen zur Lippe aus dem Besitz des Augustinerklosters in Blomberg erworben wurde. 1621 kam Schieder in den Besitz der Grafen zur Lippe-Brake, einer Seitenlinie des regierenden Hauses in Detmold. Bauherr von Schloss und Garten Schieder war Graf Rudolph zur Lippe-Brake (reg. 1697-1707). Nach dem Aussterben der Braker Grafen fiel Schieder 1737 an die Grafen von Schaumburg-Lippe, die den Barockgarten weiter ausbauten. 1789 erhielt das Fürstenhaus zur Lippe-Detmold die Anlagen zurück und nutzte sie als Sommerresidenz. 1918 gingen Schloss und Park Schieder in das Eigentum des Landes Lippe über. 1963 kam der Park in den Besitz der heutigen Stadt Schieder-Schwalenberg; das Schloss wurde 1968 erworben. Seit 1980 dient die Gartenanlage als Kurpark des anerkannten Kneippkurortes Schieder. Im Schloss sind Volkshochschule, Musikschule und Stadtbücherei untergebracht.

 

Das Schloss

Graf Rudolph ließ das Schloss 1703 bis 1708 durch den Tiroler Baumeister Joseph Falck (1670-1712) errichten, der vorher am Neubau der Abtei Corvey gearbeitet hatte. Die schlichte Architektur des Gebäudes mit seinem hohen Walmdach und den von flachen Dreiecksgiebeln bekrönten Fassaden entspricht dem „niederländischen Klassizismus", der die Barockarchitektur Westfalens um 1700 bestimmte. Neben dem Schloss erbaute Joseph Falck 1705-1708 das heutige "Palais" als Back- und Brauhaus mit einer Schlosskapelle; das Gebäude wurde auch „Kavaliershaus" genannt. 1708-09 baute Falck außerdem die nicht mehr erhaltene Emmerbrücke.


Der Schlossgarten

1701 bis 1706 wurde in Schieder ein neuer Garten angelegt, der bis heute in Resten erhaltene Barockgarten. Die Anlage besteht aus dem Parterre, einem flachen Gartenbereich mit zentralem Fontänenbassin vor dem Schloss, einem Kanal und drei Terrassen mit Treppen und Kaskaden in der Mittelachse.1705 wurde eine Lindenallee in Verlängerung der Hauptachse in Richtung Siekholz angelegt. Nach schweren Sturmschäden 1956 wurden neue Linden gepflanzt. 1832 und 1862 wurde der barocke Schlossgarten erweitert und zum englischen Landschaftsgarten umgestaltet. Der Wechsel von offenen Parkräumen und naturnah inszenierten Baum- und Gehölzinseln bestimmt das Bild der großzügigen Anlage; Sichtschneisen ermöglichen Ausblicke in die umgebende Landschaft.

 

Der Förderverein

Um Schloss und Schlossgarten Schieder als einzigartiges Bau- und Gartendenkmal zu erhalten und weiterzuentwickeln, wurde 2003 der Förderverein „Schloss und Schlossgarten Schieder e.V." gegründet. Er will die Stadt Schieder-Schwalenberg bei der Erhaltung von Schloss und Gartenanlage auf vielfältige Weise unterstützen:
• Schaffung und Stärkung des öffentlichen Bewusstseins für den Wert der Gesamtanlage durch Führungen, Veranstaltungen und Publikationen
• Ehrenamtliche Hilfe bei Aufräum- und Pflegearbeiten im Park
• Entwicklung von Konzepten für eine schrittweise Restaurierung der Innenräume des Schlosses und der barocken Gartenanlage in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege
• Beschaffung von Finanzmitteln für Restaurierungsmaßnahmen

Wenn Sie uns bei der Erhaltung von Schloss und Schlossgarten Schieder helfen wollen - werden Sie Mitglied im Förderverein!