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Volkwinbrunnen

Scheinbar bergauf läuft das Stadtwasser von der Magdalenenquelle in die Schwalenberger Altstadt in den Volkwinbrunnen. Auf dem Brunnen befindet sich folgende Inschrift:

Dies Wasser das gruben der Männer zwei
und wurden dafür ihrer Ketten frei
in grauer Vorzeit Tagen
Die Männer sind tot das Wasser stirbt nie
springt munter vom Berge heute hoch wie
in grauer Vorzeit Tagen.

Nach der Überlieferung wurden möglicherweise technisch versierte Mönche des Zisterzienserordens zu Rate gezogen, die gerade bei der Anlage des Klosters Burghagen anwesend waren. Mit einer einfachen Peilstab-Messung wurde festgestellt, dass der Ort Schwalenberg niediger als die Quelle lag. Zu Beginn befand sich an der Stelle des Volkwinbrunnens ein Auffangbecken, welches der täglichen Wasserentnahme diente. Der Überlauf speiste einen großen Teich, der sich in der Mitte des heutigen Marktplatzes befand. Da sich in den damaligen Bauten nur offene Feuerstellen befanden, war die Brandgefahr sehr groß, weshalb der Teich in erster Linie als Löschwasserreservior diente.