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05.08.2022

50 km wandern? 90 km wandern? Wer macht denn sowas?

Antwort: Viele!

Um genau zu sein, 270 Hikerinnen und Hiker. Sie starteten am Samstag, den 23.07. um 09.30 Uhr in Goldbeck ihren persönlichen Warrior Hike. Manche alleine, viele in kleinen Gruppen und einige sogar als Firmen Team, so wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Firma Wortmann Schuh-Holding KG, die unter dem Namen SHOE-ting-Stars gleichzeitig ihre Produkte der Marke Tamaris Active testen wollten und mit einem kleinen Kamerateam Marketingmaterial sammelten.

Die ersten 10km hielten gleich ordentliche Höhenmeter bereit und führten zur ersten Verpflegungsstation an der Hohen Asch, wo der Heimat- und Verkehrsverein Extertal-Bösingfeld e.V., die Teilnehmer mit Getränken und kleinen Snacks versorgte. Hier waren die ersten schnell vorbei und das Tempo des gesamten Teilnehmerfeldes war mit 5km/h im Durchschnitt noch recht hoch.

An der zweiten Verpflegungsstation, dem Windmühlenstumpf in Barntrup, hatte sich die Freiwillige Feuerwehr Barntrup e.V. postiert und wartete auf die ersten HikerInnen. Diese trafen dort bereits um 11.40 Uhr ein. Darunter auch schon die spätere Siegerin. Auch hier wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ebenfalls mit Wasser Obst und Snacks versorgt.

Weiter ging es, immer weiter, Richtung 30km- Marke. Diese wurde passiert und als Belohnung erreichte man an der Gaffel in Blomberg die nächste Verpflegungsstation, an der die DRK Ortsvereine Blomberg und Lemgo ihr neues Equipment für den Ernstfall testen konnten und die TeilnehmerInnen in den Genuss von leckerem Nudeleintopf kamen.

30 km an einem Tag wandern sind schon eine enorme Leistung und haben den ein oder anderen bereits an seine Grenzen gebracht. So entschieden sich an dieser Station auch schon die ersten TeilnehmerInnen den Hike abzubrechen. Sie wurden per Shuttel ins Ziel der 50km Strecke nach Schieder gebracht oder ließen sich privat abholen.

Die nächste Verpflegungsstation war weitere 10 km entfernt. Am Eichenberg, ebenfalls noch in Blomberg, gab es für alle noch eine letzte Stärkung vor dem Ziel. Die Station wurde vom Wanderwegewart des TV Blomberg 1866 e.V. betreut. Zwischen den Kilometer 30 und 40 mussten dann doch noch einige HikerInnen aufgeben.

Nach einer weiteren Etappe über Siekholz, Glashütte und entlang des Nordufers des SchiederSees kam dann endlich das 50km Ziel, das Schloss Schieder, in Sicht. Hier erreichte die schnellste Teilnehmerin nach 7 Stunden und 26 Minuten die Ziellinie. Dicht gefolgt von einer 4er Gruppe, von denen 2 Teilnehmer sich später noch auf den Weg für die 90km Tour machten.

Im Ziel wurden die HikerInnen vom Förderverein Freibad Schieder e.V. mit Bratwurst und Pommes verpflegt und konnten sich im Teehäuschen vom Förderverein Schloss und Schlosspark Schieder e.V. ein kühles Bier oder andere Softdrinks ausschenken lassen. Nachdem etwa 1/3 der TeilnehmerInnen im Ziel waren, gab es für die ersten drei HikerInnen eine kleine Siegerehrung.

Nach und nach füllte sich der Platz vor dem Teehäusschen im Schlosspark und gut 2/3 der 50km HikerInnen waren bis 19 Uhr im Ziel. Zwischenzeitlich waren schon fast alle TeilnehmerInnen der 90km Strecke wieder unterwegs auf der nächsten Etappe über das Mörth nach Schwalenberg.

Dort wartet die Trachtengilde Schwalenberg an der Schützenhalle mit Getränken, Obst Snacks und Salzgebäck auf die extrem HikerInnen.

Auch bei den weiteren Verpflegungstationen und im Ziel der 90km, dem Emmerauenpark bereitete man sich auf die Ankunft der ersten 90km HikerInnen vor. Es war spannend abzuwarten, wann wohl das erste Licht am Eingang des Emmerauenparks auftauchen würde.

Vorher gab es für die HikerInnen in der Marktscheune Elbrinxen aber noch eine weitere Verpflegungsstation, die der Heimat- und Verkehrsverein Elbrinxen e.V. betreute.

Und zwischendrin gab es auch noch eine Überraschung. Ein oder eine BürgerInn hat am Wegesrand einen Kühlschrank deponiert und ein Schild „Bitte bedienen Sie sich“ dazu gehängt. Die TeilnehmerInnen waren überrascht und erfreut zugleich, auch wenn sich nicht alle getraut haben etwas zu nehmen. Aber an dieser Stelle vielen Dank für das Engagement dieses oder dieser BürgerInn.

Zwischendrin mussten doch noch einige TeilnehmerInnen abbrechen aber am Ende kamen 41, der 58 extrem HikerInnen ins Ziel.

Die ersten extrem HikerInnen überquerten nach knapp 15 Stunden Marsch, um Kurz vor 0 Uhr die Ziellinie, erschöpft aber glücklich.

Alle TeilnehmerInnen erhielten eine Urkunde über die geschafften Kilometer. Auch wenn jemand vorzeitig abrechen musste, bekam er eine Urkunde über die geleisteten Kilometer.

Neben ein bisschen konstruktiver Kritik erhielt das Event aber sehr viel lob, sodass es nun heißt: „Nach dem Hike ist vor dem Hike“. In 2024 geht es weiter.