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Auf den Spuren der Künstlerkolonie

Neue Ausstellung in der Städtischen Galerie Schwalenberg ab dem 8. September mit historischen und zeitgenössischen Arbeiten.

 

Den Beinamen ‚Malerstadt’ verdankt Schwalenberg seiner Bedeutung als historische Künstlerkolonie. Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kamen wiederholt Maler nach Schwalenberg, insbesondere aus den aufstrebenden Metropolen Berlin und Düsseldorf.  Schwalenberg wurde vor allem in den Jahren zwischen den Weltkriegen zu einer temporären Künstlerkolonie.

Doch auch heute noch zeichnet sich die Stadt durch ihre lebendige Kunstszene aus, unter anderem leben und arbeiten Künstler als Stipendiaten im Künstlerhaus Schwalenberg.

Gerahmt von einer idyllischen Landschaft und gekennzeichnet von verwinkelten Gassen und pittoresken Fachwerkhäusern war Schwalenberg ein Anziehungspunkt für Maler.

Diese Entwicklung lässt sich mit der allgemeinen Bewegung der Plein-Air Malerei, also der Freiluft- oder Freilicht-Malerei erklären, die im 19. Jahrhundert in Frankreich ihren Ursprung hatte und in deren Zuge in kurzer Zeit um die 180 Künstlerkolonien in ganz Europa entstanden.

Die Maler, die nach Schwalenberg kamen, folgten demnach einem Zeitphänomen: Immer mehr Künstler auch in Deutschland verließen ihre Ateliers, um unmittelbar in der Natur unter freiem Himmel nach neuen künstlerischen Ausdrucksformen zu suchen. Die realistische, sowie die idealisierte Landschaft, rückten in der Malerei im 19. Jahrhundert zusehends in den Hintergrund. Die Maler, die sich zumeist an dem aus Frankreich kommenden Impressionismus orientierten, faszinierten vielmehr die unterschiedlichen Stimmungen von sich wandelnden Farb- und Lichtverhältnissen.

Für Landschaftsmaler war Schwalenberg insbesondere aufgrund einer geo-atmosphärischen Besonderheit interessant: an warmen Tagen steigt aus dem „Mörth“, einem ehemaligen Hochmoor,  ein besonders flirrendes Licht empor.

Die Ausstellung zeigt ausgewählte Arbeiten aus den Sammlungen der Stadt Schieder-Schwalenberg und der Kulturagentur des Landesverbandes Lippe der mit Schwalenberg verbundenen Landschafts- und Genre-Malerei.  Den historischen Arbeiten werden Werke der ehemaligen Schwalenberger Stipendiaten gegenübergestellt.

 

Abb: Hans Licht (1876‑1935), Tal im Lippischen Südosten, Öl auf Hartfaser, ohne Jahr, 74 x 85 cm, Sammlung Städt. Gal.  Schwalenberg, Foto: U. Heinemann

Abb: Johanna K Becker (Schwalenberg-Stipendiatin 2016), Am Stumpf der Malereiche steht eine Liege 2, Fineliner, Buntstift auf Papier, 55 x 35 cm, 2016, Foto: J. Ihle

Am Samstag den 8. September 2018  ist der Eintritt frei. Geöffnet ab 14 Uhr. 

 

Städtische Galerie

Marktstr. 5

32816 Schieder-Schwalenberg

Tel:05284-94373790 

 

Öffnungszeiten: Di. bis Sa. 14.00 –17.30 Uhr, So. 10.00- 12.00 und 14.00-17.30 Uhr

Eintrittspreise: Erwachsene: € 2,50, erm.: € 2,00, Kinder bis 12 Jahre frei

Kombiticket für beide Museen (mit Robert Koepke Haus):

Erwachsene: € 4,00, erm.: € 3,00

Kinder bis 12 Jahre frei 

 

Verantwortlich für Organisation und Durchführung

Landesverband Lippe

Lippische Kulturagentur

Dr. Mayarí Granados, Kunstreferentin

Bismarckstr. 8

32756 Detmold

m.granados@landesverband-lippe.de

www.landesverband-lippe.de

 

in Kooperation mit der Stadt Schieder-Schwalenberg