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Deutsche Märchenstraße

Schieder-Schwalenberg ist seit Januar 2018 mitglied der Deutschen Märchenstraße. Durch seine Sagen und Mythen konnte sich die Stadt für die Deutsche Märchenstraße interessant machen. 

Die Sage und der Mythos rund um das Stadtwasser spielte dabei die größte Rolle. Aber auch die Sage vom Elfenberg und der Herlingsburg sind für die Deutsche Märchenstraße besonders.

Mythos Stadtwasser

„DAS WASSER GRUBEN DER MÄNNER ZWEI UND WURDEN DAFÜR IHRER KETTEN FREI IN GRAUER VORZEIT TAGEN
DIE MÄNNER SIND TOT DAS WASSER STIRBT NIE SPRINGT MUNTER VOM BERGE HEUTE NOCH WIE IN GRAUEN VORZEIT TAGEN“
– war es so einfach, als versucht wurde die Siedlung hoch am Berg mit Wasser zu versorgen?

Aber nein. Die Quelle erweckte den Anschein unterhalb des Ortes Schwalenberg zu liegen. Wie sollte das Städtchen also mit Wasser versorgt werden?

Vielleicht wurden Mönche des Zisterzienserordens zu Rate gezogen? Die mit einer einfachen Peilstab-Messung feststellen konnten, dass die Quelle nun doch geringfügig  höher lag als der Ort?

Jedoch blieb die Frage, wie das tiefe Tal des Lippebaches überbrückt werden konnte?  Bot die Quelle denn auch genug Gefälle?  

Durch die einzigartige Topografie des Burgbergs und der dadurch entstehenden Spiegelung des Sonnenlichtes, drängt sich noch heute den Besuchern der Verdacht auf, dass das Wasser in Schwalenberg  bergan läuft.“

Bei einer besonderen Stadtführung wird die spannende Entstehungsgeschichte des Stadtwassers noch einmal erzählt. Der interaktive Rundwanderweg „Burgberg und Stadtwasser“ mit Videoerklärung und Wegebeschreibung lädt die ganze Familie zu einer Erlebnistour ein (2,2km).

Die Geschichte des Elfenbergs

Ist es nur eine Sage, die bis 1949 in den Lesebüchern stand?

Es geschah bei Vollmond zum Elfenberg genannt Nessenberg, zwischen Blomberg und Schieder, wo sich in alter Zeit ein Bauernsohn vom Tanz einer Elfe bezaubern ließ. Diese tanzte mit nackten Füßen im Schein des Vollmondes auf der Waldwiese des Berges. Das missfiel dem Altbauern. Er spielte der Elfe einen Schabernack, grub die Wiese um und pflanzte dort Brennnesseln und Distel, an denen sich die Elfe beim Tanz die Füße verbrannte und verschwand. Der Bauernsohn aber wurde immer trauriger, er konnte die Elfe nicht vergessen. Nach dem Tod des Bauern und seines Sohnes erwachte die Wiese wieder zum Leben, alles gedieh wie früher. Und wer weiß, vielleicht ist die Elfe ja wieder zurückgekehrt?

Schauen Sie selbst in einer klaren Nacht bei Vollmond.

Die Herlingsburg

Auf der Burg lebten einst zwei Brüder, die, ihren Göttern treu ergeb, tapfer gegen den christlichen Frankenkönig Karl kämpften. Im Kampf gegen die Eindringlinge waren sie zwar vereint, im Herzen jedoch trennte sie ein unerbitterlicher Hass gegeneinander. Der Grund für diese Rivalität war ein schönes Sachsenmädchen, dass sie beid sehr lieb hatten und begehrten. die Liebe zu dem Mädchen hatte sie zu Todfeinden gemacht. Während eines Heerzuges gegen die Sachsen belagert Karl der Große nun die Skidrioburg und konnten sie lange nicht einnehmen, weil sie so fest gebaut und tapfer von den Sachsen verteidigt wurde. Als  nun das Weihnachtsfest nahte, ließ der König die beiden Brüder einladen, mit ihm gemeinsam Weihnachten zu feiern. Sie kamen der Einladung nach und hörten zum ersten Mal von der Geburt des Heilands und von der Liebe Gottes. Dadurch wurde ihr Herz so ergriffen, dass sie sich versöhnte und auch den Kampf gegen Karl und den christlichen Glauben aufgaben.

(Nach Schwanold/ Wiemann o.J.)

Noch heute kann man Überreste der ehemaligen Herlingsburg entdecken. Machen Sie eine Wanderung auf dem Lügder Mythenweg, dann werden Sie es sehen.